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    Erlebe Marokko

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    Ein Tag im Leben eines Marokkaners

    Mann vor Tor in Fes

    mit Kamal durch Fes

    Mit erlebe-marokko reisen Sie auf eine Art, die auch uns selber am besten gefällt. Sie bekommen echte Einblicke vom Land und der besonderen Lebensart seiner Bewohner. Denn wer sollte Ihnen mehr über die marokkanische Kultur beibringen als ein Einheimischer selbst? Als Gast des Landes möchten wir Ihnen nahe bringen, was für die Marokkaner ihr Heimatland ausmacht. Also ist es nur logisch, dass wir in Fes eine Führung von unserem einheimischen Guide Kamal Lahmamssi bekamen. Kemal wohnt im neuen Teil von Fes, ist aber in der Medina (Altstadt von Fes) aufgewachsen. Er führte uns unter anderem zum lokalen Makler. Ein kleiner Laden in dem ein paar Schlüssel an der Wand hängen und zwei Männer hinter einem Schreibtisch hocken. An der Fassade können Sie nicht erkennen, dass hier ein Makler sein Geschäft betreibt. Es sind keinerlei Photos von Häusern zu sehen. Kamal berichtete uns, dass dahinter die Strategie steckt, für die ersten Informationen zu einer Immobilie bereits viel mehr verbale Kommunikation einzusetzen. Etwas, was wir in Europa oft erst einmal vermeiden wollen. Am Mittag hörten wir vom Minarett den Ruf des Muezzins. Kamal entschuldigte sich und war für 10 Minuten zum Gebet verschwunden. Als Moslem fühlt er sich verpflichtet, fünf mal am Tag zu beten. Dazu braucht er keine Moschee, sondern kann auch zuhause beten, vorausgesetzt der notwendige Gebetsteppich ist vorhanden. Während Ihrer Reise durch Marokko werden Ihnen häufig betende Menschen begegnen.

     

     

    marokkanische Gerichte in den Garküchen

    Guten Appetit!

    Essen und Gastfreundschaft

    Gastfreundschaft und Essen sind in Marokko unmittelbar miteinander verknüpft. Jede Mahlzeit wird schnell zum Fest! Marokkaner legen großen Wert auf die Präsentation des Essens. Es werden unzählige Zutaten verwendet. Huhn, Lamm und Fisch sind am beliebtesten. Couscous ist eines der bekanntesten marokkanischen Gerichte. Es handelt sich dabei um Hirse oder Gries, der mit gedünstetem Gemüse, Kräutern und Fleisch gegessen wird. Während der Stadtwanderung durch die Medina nahm Kamal uns mit in ein kleines Restaurant, in dem überwiegend Einheimische essen. Er ließ uns die verschiedensten Gerichte probieren. Ein tolles Erlebnis, in einem authentischen, marokkanischen Restaurant zu essen! Die Möglichkeit während Ihrer Reise eine einheimische Familie zu Hause zu besuchen, sollten Sie sich ebenfalls nicht entgehen lassen. Man wird alles tun, damit Sie sich willkommen fühlen.

     

    die marokkanische Küche kennen lernen

    Kochworkshop in Marrakesch

    Das Essen ist in einer marokkanischen Familie ein soziales Ereignis. Zuerst werden Sie von den Gastgebern willkommen geheißen. Bereits wenn Sie ins Haus treten, sehen Sie die vielen Schuhe im Flur. Sie werden niemals innerhalb des Hauses getragen. Marokkaner lieben Süßspeisen, weshalb Geschenke häufig aus Zuckerbrot oder anderen Leckereien bestehen. Es ist üblich, vor dem Abendessen zunächst eine Tasse Pfefferminztee zu trinken. Beim Einschenken wird die Kanne so hoch wie möglich gehalten, sodass eine schöne „Schaumkrone“ entsteht. Nachdem jeder seine Hände gewaschen hat wird der Tisch eingedeckt und die Gerichte serviert. In Marokko isst man mit dem Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand. Die linke Hand wird als unrein angesehen, weshalb man bei den Mahlzeiten auf sie verzichtet. Während des gemeinsamen Mittagessens hatte Kamal uns bereits gezeigt, wie man auf diese Art und Weise isst. Man muss sich daran gewöhnen, aber es macht auch Spaß, ganz praktisch eine andere Tischkultur kennen zu lernen. Möchten Sie lernen ein marokkanisches Gericht zu kochen? Wir bieten Ihnen hierfür den Baustein „Couscous kosten in den Souks“ an.

     

    Handeln in den Souks

    Feilschen um bunte Souvenirs

    Handeln

    Während Ihrer Spaziergänge durch die Medina werden Sie überall farbenfrohe Läden sehen. Kamal führte uns zu einem Taschenschneider. Eine Kamelhaartasche fiel uns ins Auge und das Handeln konnte beginnen. Zu Beginn muss man sich erst daran gewöhnen, da man durchaus das Gefühl bekommen kann, man werde zum Kauf verpflichtet. Als wir das System besser durchschaut hatten, entdeckten wir, dass das Handeln auch sehr unterhaltsam sein kann. Die Marokkaner sehen das Feilschen als eine Herausforderung, eine ungezwungene sportliche Einstellung ist auf jeden Fall nützlich. Zu Beginn haben wir uns einen Preis überlegt. Üblicherweise bietet man zunächst ein Drittel des Endpreises. Es ist natürlich auch gut, einen ungefähren Maximalpreis im Kopf zu behalten.

     

     

    bunte-souks-menschen

    bunte Souvenirs an den Ständen der Souks

    Nach dem ersten Gebot gab der Verkäufer uns zu verstehen, dass unser Preis viel zu niedrig war und machte ein Gegenangebot. Da wir nicht bereit waren diesen Preis zu zahlen, verließen wir sein Geschäft und wurden auch nicht daran gehindert. Oftmals versuchen die Verkäufer in Kontakt zu bleiben, wenn ein Angebot in der Nähe ihrer Erwartungen liegt. In unserem Fall kamen wir am folgenden Tag wieder und nannten ein erneutes Angebot für die Tasche. Nach kurzem Austausch konnten wir uns „in der Mitte“ treffen und die Tasche war unsere. Je häufiger Sie handeln, desto leichter fällt es Ihnen. Als Faustregel gilt, je mehr sie erwerben möchten, desto größer sind die Chancen beim Feilschen. Möchten Sie die Souks der Königsstädte entdecken, schauen Sie sich unseren Baustein „Hinter den Toren der Königsstädte“ an.

     

     

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    Koutoubia Moschee in Marrakesch

    Zeit zu feiern

    Wie der größte Teil der Bevölkerung ist Kamal nicht nur Marokkaner, sondern auch Moslem. Als Orientierung für sein Leben befolgt er einige Regeln, die die fünf Säulen des Islam genannt werden. Er glaubt an die Erlösung im Himmel, wenn er nach diesen Regeln lebt. Eine wichtige Regel betrifft das Fasten während des Ramadan. Für die Marokkaner ist dieser Monat einer der wichtigsten im ganzen Jahr. Während des Fastenmonats wird unter anderem nicht zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang gegessen. Kamal erzählte uns, dass das eine Herausforderung ist, aber er sich durch Menschen in seiner Umgebung, die ebenfalls fasten, gestärkt fühlt. Das Fasten mache ihm das Schicksal der Minderbemittelten bewusst. Sie werden tagsüber sehen, dass viele Restaurants und einige Läden geschlossen sind. In den Hotels sind die Restaurants jedoch oft geöffnet. Vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang wird gemeinsam mit der Familie und mit Freunden gegessen. Kamal erzählte uns, dass während des Ramadans die Straßen am Abend lebendiger sind als sonst.

    Am Ende des Fastenmonats wird das Zuckerfest, Eid al-Fitr, gefeiert. Es ist der Feiertag des Fastenbrechens. Erst am Vorabend des Zuckerfestes wird festgestellt, ob der neue Monat begonnen hat und das Fasten rechtmäßig beendet werden kann. Das Fest dauert offiziell drei Tage. Nach Sonnenaufgang isst man etwas Süßes, um zu zeigen, dass das Fasten vorüber ist. Nachdem man der Predigt des Imam zugehört hat, wünscht man einander ein gesegnetes Fest. Es darf wieder reichlich gegessen werden, was man in der Folge auch ausgelassen und in guter Gesellschaft tut. Vor allem Süßspeisen stehen auf der Speisekarte. Zum Fest beschenkt man sich oder bedenkt besonders Bedürftige. Konflikte werden beigelegt. Die Frauen verzieren Ihre Hände mit Hennabemalungen. Es ist etwas besonderes, das Fest während Ihrer Reise mit zu erleben. Die Marokkaner werden Ihre Freude gerne mit Ihnen teilen.

     

    Frauen in traditioneller Kleidung

    Frauen in traditioneller Kleidung

    Händedruck oder Wangenkuss

    Am Ende unserer Führung durch Fes wurden wir von Kemal auf eine besondere Art und Weise verabschiedet. Dabei wird ein Händedruck vom gegenseitigen „Umschlingen“ der Daumen gefolgt. Anschließend führen Sie die offene rechte Hand zur Brust. Es ist eine wohlwollende Geste, die mit den Worten Assalam Eleikoum (Der Friede sei mit Dir) beendet wird. In Marokko sieht man auch häufig, dass Männer einander auf die Wange küssen. Ein Abschieds- und Begrüßungsritual, das bei uns ebenfalls nicht so bekannt ist.