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    Erlebe Marokko

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    Vorsorgemaßnahmen und Gesundheit

    Während einer Reise ist das Risiko zu erkranken nicht viel größer als in Deutschland. Die Gesundheitsfürsorge ist in den Städten einigermaßen gut ausgebaut. Auf einer (langen) Reise nehmen Ihre Abwehrkräfte oft ab und es ist auch weniger hygienisch, als Sie es zu Hause gewöhnt sind. In den Großstädten finden Sie hervorragend ausgestattete Krankenhäuser und Ärzte. Auf dem Lande hingegen kann dies ein wenig anders sein.erlebe-marokko hat sich bemüht, die Korrektheit der folgenden Informationen zu garantieren. Um auf dem neusten Stand zu sein, empfehlen wir Ihnen auf jeden Fall Kontakte mit den zuständigen Institutionen aufzunehmen.

    1. Vor der Reise
    2. Vor Ort
    3. Allgemeine Tipps

    1. Gesundheitsmaßnahmen vor der Reise

    Nehmen Sie vor der Reise Kontakte mit einer medizinischen Instanz wie z.B. Ihrem Hausarzt, Apotheker bzw. dem Tropeninstitut auf. Eine Last-Minute-Reise ist für einen gesunden Menschen unproblematisch. Wir empfehlen Ihnen eine Kopie Ihres Impfpasses mitzunehmen.
    Diese Webseiten geben gute zusätzliche Informationen zu vorbereitenden Gesundheitsmaßnahmen:
    Institut für Tropenmedizin Berlin, www.charite.de/tropenmedizin
    Abt. Infektions- und Tropenmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München, www.tropinst.med.uni-muenchen.de
    Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus Tübingen, http://www.tropenklinik.de Den reisemedizinischen Infoservice mit viele Ratschlägen und Tipps finden Sie unter http://www.fit-for-travel.de

    mann-esel-marokko

    Mann und Esel in der Medina

    1.1 Impfungen

    Für eine Reise nach Marokko sind keine Impfungen zwingend erforderlich. Hepatitis A und DTP werden allerdings empfohlen. Wenn Sie öfters verreisen, sind Sie wahrscheinlich schon gegen diese Krankheiten geimpft. Nehmen Sie für aktuelle Informationen und sachkundigen Rat Kontakt mit einem Tropenzentrum oder Ihrem Hausarzt auf.

    • DTP: Diphtherie, Tetanus und Polio: Diese werden bei Reisen außerhalb Europas beinahe überall empfohlen, der Impfschutz hält 10 Jahre.
    • Hepatitis A: Wenige Tage vor Abreise kann mit aktiven Impfstoffen ein ausreichender Schutz aufgebaut werden. Nach 6-12 Monaten sollte die Impfung wiederholt werden, um einen mehrjährigen Impfschutz sicherzustellen.

     

     

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    das Städtchen Chefchaouen im Norden

    1.2 Malaria

    Marokko ist kein Malariagebiet. Eine medikamentöse Prophylaxe ist nicht notwendig. In der Zeit zwischen Mai bis Oktober gibt es allerdings viele Mücken vereinzelt in eher ländlichen Gegenden um Chefchaouen im Norden Marokkos. Allerdings wurden das letzte Mal im Jahre 2005 vom Vorkommen einer Malariaerkrankung berichtet.

    Man kann sich selbst gegen Mücken gut schützen. In den Abendstunden schützen vor Mückenstichen Kleidung mit langen Hosenbeinen und Ärmeln, ebenso wie Socken. Schutz bieten auch Anti-Mücken Sprays, Cremes und Lotionen. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass ein Präparat mit DEET gekauft wird.

     

    Erste Hilfe Tasche

    Erste Hilfe

    1.3 Weitere Vorbereitungen

    Sie können auch selbst einen Erste-Hilfe-Kasten für Ihre Marokkoreise zusammenstellen oder einen kaufen. Empfehlenswert sind Medikamente gegen Durchfall, Schmerzen und Fieber. Auch sollten Sie Pflaster, Verbandstoff sowie Wunddesinfektion mitnehmen. So sind Sie im Falle kleinerer Notfälle am besten versorgt.

    Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen, nehmen Sie den Beipackzettel mit, so dass kein Zweifel aufkommt, dass es sich hier nicht um Drogen handelt. Sorgen Sie auch dafür, einen extra Vorrat mitzunehmen, so dass Sie nicht verzweifelt in den Apotheken vor Ort nach einem passenden Mittel suchen müssen wenn Sie etwas verlieren.

    Tragen Sie eine Brille oder Kontaktlinsen, dann nehmen Sie die Spezifizierung Ihres Optikers mit oder eine extra Brille bzw. Kontaktlinsen.

    2. Gesundheit vor Ort

    Neben der Beachtung der für Ihre Situation passenden Impfungen und der Fürsorge, dass Sie vor Ihrer Reise so gesund wie möglich sind, ist es natürlich wichtig zu verhindern, dass Sie vor Ort krank werden. Seien Sie vor Ort sehr aufmerksam: Wenn Sie nicht sicher sind, was Sie haben, suchen Sie vor Ort den Rat eines Arztes auf. Bei Sprachproblemen können Sie sich an unsere lokalen Partner wenden.

    Hinweis auf eine Apotheke

    marokkanische Apotheke

    2.1 Diarrhö (Durchfallerkrankungen)

    Veränderung des Rhythmus, Klima und Nahrung können Ihre Verdauung durcheinander bringen. Solange diese Erscheinung ohne weitere Nebenwirkungen auftritt, gönnen Sie sich am besten ein wenig Ruhe und sorgen Sie dafür, dass Sie genug trinken.
    Wenn Sie reisen müssen, können Sie auch Loperamide einnehmen. Dieses Mittel legt die Peristaltik (natürliche Bewegung der Därme) lahm, sodass es scheint, als wenn die Diarrhö vorbei ist. Gebrauchen Sie es aber nur, wenn Sie nicht häufig zur Toilette gehen können, also z.B. wenn Sie reisen müssen. Sollte die Diarrhö länger als zwei Tage anhalten, oder Nebenerscheinungen wie Fieber, Blut im Stuhlgang oder andere Dinge auftreten, nehmen Sie Kontakt auf mit einem Arzt.

     

    Essen in den Garküchen in Marrakesch

    Essen auf dem Djemaa el Fna

    2.2 Vorsorge gegen Diarrhö

    Trinken Sie nur Wasser aus versiegelten Flaschen oder Dosen, oder Getränke, die aus gekochtem Wasser zubereitet wurden, wie Tee oder Kaffee. Eiswürfel sind am vertrauenswürdigsten, wenn es runde Kugeln mit Löchern in der Mitte sind. Fruchtsaft ist nur sicher, wenn kein Wasser zugefügt wurde.
    Nahrung, vor allem Fleisch und Fisch, muss gründlich gekocht oder durchgebacken sein. Von westlichen Salaten, die in Salad-Bars oder teuren Hotels gebräuchlich sind, ist im Allgemeinen abzuraten. Gegen alle Erwartung ist es im Allgemeinen sicher, in Straßenläden zu essen. Essen Sie hauptsächlich dort, wo viel Betrieb ist: die Umlaufgeschwindigkeit, mit der das Essen zubereitet und gegessen wird, ist dann hoch, was der Hygiene zu Gute kommt. Auch Restaurants bei denen Sie gut sehen können, dass es sauber ist, sind anzuraten. Was die Straßenläden betrifft, ist es klug, später am Tag kein Fleisch mehr zu essen, das hat dann manchmal den ganzen Tag ungekühlt gelegen.

    3. Noch ein paar allgemeine Tipps

    SONY DSC

    auf dem Kamel zur Wüste

    Hautversorgung

    Nehmen Sie kleine Wunden ernst. Beobachten Sie diese und desinfizieren Sie sie und kleben Sie tagsüber eventuell ein Pflaster drauf. Kratzen Sie Mückenstiche nicht auf. Vorbeugung und Schutz vor Moskito-Stichen ist der beste Schutz!

    Tragen Sie keine grell gefärbte oder schwarze Kleidung und kein starkes Parfüm, Deo oder Aftershave, um stechende Mücken auf Distanz zu halten. Wenn Sie schnell Hautirritationen bekommen ist es am besten, Kleidung aus Baumwolle oder Leinen zu tragen, darin schwitzen Sie nicht so schnell. Sie können sich eventuell nach der morgendlichen Reinigung einpudern, um Ausschlag zu vermeiden (prickly heat).

    Schützen Sie Ihre unbedeckte Haut immer mit einer Sonnencreme mit hohem Sonnenschutzfaktor.

    Waschen oder desinfizieren Sie Ihre Hände nach dem Toilettenbesuch.

    Relaxen am Strand

    Ausblick auf den Strand von Agadir

    Sonnenstich

    Vermeiden Sie einen Sonnenstich, indem Sie einen Hut o.ä. und eventuell eine Sonnenbrille tragen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer eine Flasche Wasser mithaben, vor allem, wenn Sie in die Natur gehen und nicht schnell Trinkwasser zur Hand haben. Vermuten Sie einen Sonnenstich (bekommen Sie Schwindelgefühle oder Kopfschmerzen): Trinken Sie etwas, setzen Sie sich in den Schatten und bleiben Sie (wenn möglich) dort.
    Vitaminpräparate, vor allem Vitamin B, sind ratsam, angesichts der Tatsache, dass Sie in Marokko verschiedene Nahrungsmittel an die Sie zu Hause gewöhnt sind, wenig essen werden, wie zum Beispiel Schwarzbrot und (Butter-)milch. Achten Sie darauf, dass Vitamin B nur in bestimmten Mengen genommen werden darf.