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    Zu Fuß durch das Atlasgebirge in Marokko

    Geschafft, aber glücklich saß Reisespezialistin Daniela im Flugzeug zurück nach Deutschland und wollte sofort ihre Erinnerungen an ihre Marokkoreise festhalten. Kaum zu glauben, dass es schon Erinnerungen sind, wo sie doch noch gestern mit ihrem Guide Atman durch die marokkanische Gebirgswelt gewandert ist, mit freundlichen Berbern süßen Pfefferminztee getrunken hat und am Abend auf dem Djemaa el Fna in Marrakesch eine dampfende Tajine genossen hat.

     

    Zu Fuß durch das Atlasgebirge in Marokko

    Start- und Endpunkt meiner einwöchigen Marokkoreise war Marrakesch –  die rote Stadt, die mich mit ihren geselligen Gassen und gemütlichen Riads bereits bei meinem letzten Besuch völlig in den ihren Bann gezogen hat. Dieses Mal bin ich jedoch nicht zum Sightseeing oder Baden gekommen, sondern zum Trekking in Marokko im Atlas-Gebirge.

    Sechs Tage lang bin ich durch beschauliche Dörfer, grüne Täler und über hohe Pässe gewandert. Noch immer sehe ich die terrakottafarbenen Häuser vor mir, die sich zwischen gleichfarbige Hügel schmiegen. Hier und da ragt ein Minarett zwischen den niedrigen Häuschen hervor und bunte Teppiche, die zum Lüften in der Sonne hängen, sind Farbsprenkel in der Umgebung, die sich sonst in allen erdenklichen Erd- und Brauntönen ausgibt…

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    Terrakottafarbenen Häuser zwischen gleichfarbigen Hügeln

    Bereits am ersten Tag meiner Wanderung fühle ich mich tiefenentspannt. In nur anderthalb Stunden erreicht man von Marrakesch aus den Startpunkt der Wanderung und befindet sich in einer anderen Welt – vergessen sind die fleißigen Händler in Marrakesch und der verrückte Verkehr außerhalb der Altstadt – hier in den kleinen Dörfern gibt es vor allem eins – einzigartige Ruhe. Hier und da ertönt das Meckern von Ziegen, die überall an den Hängen grasen, auch ein Vogelzwitschern lässt sich hier und da vernehmen und natürlich ertönt fünf Mal am Tag der Gebetsruf des Muezzins durch die kleinen Ortschaften und Täler.

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    Vom Minarett ertönt 5 Mal täglich der Ruf zum Gebet

    Viele der Dörfer entlang der Route liegen in grünen Tälern, in denen Weizen, Äpfel, Walnüsse und Kirschen wachsen. Je nach Jahreszeit kann man sich hier am Wegesrand mit saisonalem Obst eindecken. Ich hatte Glück und war zur Kirschernte vor Ort. In Imlil habe ich mir gleich ein ganzes Kilo gekauft und mir nach einem langen Wandertag den Bauch mit den saftigen Früchten vollgeschlagen.

    Ebenso eindrücklich wie die Landschaft ist mir auch der Aufstieg zum Mount Toubkal in Erinnerung geblieben – dies war im wahrsten Sinne des Wortes der Höhepunkt meiner Trekkingtour. Der Aufstieg auf 4.167 Meter war anstrengend, aber der Blick auf die umliegenden Berge und hinab in die Ebene hat mich für alle Mühen entlohnt. Im Vorfeld der Reise war ich nicht sicher, ob ich den Aufstieg als normalsportlicher Mensch schaffe. Vor allem da sich am flachen Niederrhein wenig Trainingsmöglichkeiten für eine Bergwanderung bieten. Der Aufstieg, der am frühen Morgen vom Refuge du Toubkal auf 3.207 Metern beginnt ist steil, aber machbar. Für diese Etappe habe ich zum ersten Mal Wanderstöcke eingesetzt und diese waren vor allem beim Abstieg eine große Hilfe.

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    Daniela beim Aufstieg zum Mount Toubkal

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    Daniela und Guide Atman am Gipfel des Mount Toubkal

    Übernachtet habe ich während des Trekkings in kleinen authentischen Gîtes, die zwar einfach waren, aber alle über Strom und heißes Wasser verfügen – ein unerwarteter Luxus.

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    Eine unserer Unterkünfte beim Trekking

    Zudem haben mein Guide Atman und der Koch Lesson mich bestens umsorgt.

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    Koch Lesson hat während des Trekkings immer gut für uns gesorgt

    Durch die beiden kam ich auch leicht in Kontakt mit der lokalen Bevölkerung und habe einiges aus ihrem Leben erfahren. So verwenden die Berber beispielsweise die Blätter des Walnussbaumes traditionell nicht nur zur Herstellung eines Lippenstiftes, sondern auch zur Behandlung von Zahnschmerzen. Wo immer ich während meiner Wanderung hinkam, wurde ich mit einem freundlichen „Salem Aleikum“ oder „Bonjour“ begrüßt und auf ein Glas heißen, süßen Tee oder einen frisch gepressten Orangensaft eingeladen. Während ich in Marrakesch immer wieder die Erfahrung gemacht habe, dass für solche Nettigkeiten eine Gegenleistung erwartet wird, zählt dies hier zur Gastfreundschaft der Berber.

    Letztendlich sind es daher vor allem die Begegnungen mit den Menschen und deren Gastfreundschaft, die mir noch lange in Erinnerung bleiben werden und an die ich mich besonders gerne zurückerinnere.