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    Eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit – Der Fischereihafen von Agadir

    Agadir – am Atlantik im Süden Marokkos gelegen – ist mit seinem 8 km langen Sandstrand und einladender Uferpromenade ein Paradies für Sonnenanbeter und Badefreunde. Doch auch Entdecker und Abenteurer kommen hier auf ihre Kosten. Ein besonderes Highlight ist der bedeutende Fischereihafen, den Ihnen unser Online-Marketing Spezialist Jan in seinem Erfahrungsbericht näher vorstellt.

     

    Eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit – Der Fischereihafen von Agadir

    Bis zum Hafen, der sich im Norden von Agadir unterhalb der berühmten Kasbah befindet, ist es je nach Ausgangspunkt eine ganz schön weite Strecke. Der Tipp sich den Hafen anzuschauen kam von unserer Marokko-Reisespezialistin Miriam. Mit dem Taxi zu fahren kam für uns jedoch nicht in Frage und daher haben wir uns mithilfe der Reiseunterlagen einen schönen Fußweg entlang einiger Sehenswürdigkeiten Agadirs zusammengestellt.

    Wir haben uns bereits morgens auf den Weg gemacht, denn im Hafen legen nur vormittags Schiffe an. Von dort führte uns unser Weg in Richtung der geschäftigen Uferpromenade mit all seinen Cafés und Restaurants direkt am weitläufigen Sandstrand. Während unseres Strandspaziergangs zur modernen aber eher touristischen „Marina de Agadir“ konnten wir bei einem leckeren Minztee dem geselligen Treiben am Strand zuschauen den sich sonnenbadende Touristen mit den Einheimischen teilten.

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    Ein erfrischender Minztee an der Uferpromenade

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    Am Strand von Agadir

    Bis hierhin haben wir den Weg problemlos gefunden. Im Hafenareal gab es jedoch keine Schilder an denen wir uns hätten orientieren können und so wurden wir prompt von einem, auf den ersten Blick, freundlichen „Hafenarbeiter“ angesprochen, der uns den Weg zu den Fischerbooten zeigte. Nachdem uns dieser einige Meter entlang der Hauptstraße folgte, war uns jedoch schnell klar, dass es sich hier um einen der zahlreichen „falschen Guides“ handelte, vor denen im jedem Reiseführer gewarnt wird. Nachdem wir ihn überzeugen konnten alleine zurecht zu kommen, konnten wir unsere Erkundungstour anschließend alleine fortsetzen.

    Nach einem gefühlten Kilometer machte die bis dahin eher unspektakuläre Hauptstraße einen Rechtsknick der uns für den bis dahin langen Weg belohnte. Vor uns konnten wir unzähligen Hafenarbeitern bei der Reparatur von Fisch-Trawlern in schwindelerregender Höhe ohne Absicherungen zusehen.

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    Ein Hafenarbeiter in schwindelerregender Höhe

    Es ist wirklich beeindruckend zu sehen wir Schiffe gebaut werden und wie viel hier noch von Hand gemacht wird.

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    Hier wird noch viel mit Handarbeit gemacht

    Nach weiteren 500 Metern hatten wir es geschafft. Hinter einer großen Einfahrt konnten wir die marokkanische Fangflotte sichten. Das Ziel schien endlich erreicht.

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    Am Eingang zum Hafen von Agadir

    Zuerst waren wir uns jedoch nicht sicher, ob es uns überhaupt erlaubt war den Bereich zu betreten. Nach einiger Zeit erblickten wir dann zu unserer Erleichterung andere Touristen und betraten vorsichtig – denn hier geht es wirklich hektisch zu– das Gelände.

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    Die Fangflotte entlang des Hafens

    Vor unseren Augen reihte sich an der Kaimauer ein alter und rostiger Trawler an dem anderen und wartete nach dem Einlaufen (die Schiffe laufen nur vormittags ein) nun darauf im Eiltempo von unzähligen Hafenarbeiten entladen zu werden. Wie am Fließband wurden vor allem Sardinen, Heringe und Tintenfische in Plastikboxen gefüllt, mit Eis bedeckt, in einen der großen LKWs verstaut und für den weltweiten Export vorbereitet.

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    Hektisch wird der fangfrische Fisch entladen

    Jedes Fischerboot schien seine eigene Geschichte mit all seinen Kratzern und Beulen, Fangnetzen und dazugehöriger Besatzung zu erzählen. Schiffsjungen reinigten die Schiffe und reparierten die Netze; Fisch-Käufer feilschten um die Waren; ärmlich aussehende Kinder sammelten aussortiere Fische ein und gierige Möwen versuchten sich gegenseitig Fischabfälle streitig zu machen.

    In mitten des regen Treibens konnten wir dann an einer auf zwei Klötzen aufgebockten Holzplatte einige Seeleuten beim Essen entdecken. Am Stand angekommen fragte uns der Besitzer des Standes was wir essen wollen – es gab frittierte Sardinen und kleine Tintenfische zur Auswahl – und reichte uns wenig später das Essen auf der nur mit Zeitungspapier bedeckten Platte.

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    Lecker – fangfrische Sardinen frittiert

    Das Verspeisen des nur Sekunden vorher fangfrischen zubereiteten Fischs mit den einheimischen Hafenarbeitern an dem provisorisch errichteten Tisch war wirklich ein unvergessliches Erlebnis.

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    Jan genießt den fangfrischen Fisch!

    Als es dann zum bezahlen ging, hieß es handeln wie überall in Marokko. Meist wird von Touristen ein höherer Preis verlangt, daher wollte der Standbesitzer auch 200 Dirham von uns, was ein wesentlich höherer Betrag war, als der den die anderen Gäste bezahlten. Nach einer kurzen und für uns etwas aufregenden Diskussion haben wir dann schließlich 100 Dirham bezahlt und haben den Stand verlassen.

    Nach ca. 2 Stunden und ziemlich platten Füßen haben wir für den Rückweg zur Strandpromenade ein Taxi genommen (Ein Tipp von mir: Weisen Sie den Taxifahrer darauf hin das Taxameter einzuschalten). Wir würden uns beim nächsten Mal vorher lieber ein Fahrrad mieten um das Areal noch besser erkunden zu können.

    Insgesamt haben wir das Gelände mit einem intensiven Einblick in die marokkanische Fischindustrie und in das lokale Leben verlassen. Traditioneller Fischfang trifft hier auf modernen Großhandel, wohlhabende Touristen auf Fisch sammelnde marokkanische Kinder.

    Wir können den Besuch des Fischerhafens uneingeschränkt empfehlen. Etwas Ortskunde, das Meiden von „falschen Guides“ und das Aushandeln von festen Preisen vor dem Essen vermeiden unnötige Aufregung. Und vergessen Sie nicht, Sie sind an einem Hafen. Es erwartet Sie natürlich auch Fischgeruch.

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