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    Chefchaouen und die Wadis im Umland

    Chefchaouen und die Wadis im Umland

    Geschrieben von Hendrik ǀ 23. März 2016

    Ich bin im Sommer letzten Jahres nach Chefchaouen gereist. Wenn Sie von Fes aus anreisen erreichen Sie die Stadt in circa drei Stunden.

    Schon von weitem kann man die malerische, an zwei Berghängen liegende, blau-weiße Stadt Chefchaouen erkennen. Reisende, die mit dem Bus ankommen, werden an der Gare Routíere, in der Neustadt von Chefchaouen herausgelassen. Von dem kleinen Busbahnhof läuft man nur wenige Minuten bis zum „neuen Stadtkern“ von Chefchaouen.

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    An den typisch maurischen Minaretten kann man die Vorfahren, die hier als erstes siedelten, immer noch erkennen. Die Hauptstraße von Chefchaouen ist gleichzeitig auch ein sehr sehenswerter Straßenmarkt. Hier werden alle lokalen Produkte feilgeboten und die riesige Auswahl lässt keinen Feinschmecker mit leeren Händen nach Hause gehen. Auch findet man hier die meiste Auswahl an Taxen und Minibussen. Wer also vor hat die umliegende Region mit einem Taxi zu besuchen, kann hier den Preise herausfinden und sich nach einem passenden Taxi umschauen.

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    Nachdem wir uns einen Überblick vom neueren Teil der Stadt verschafft hatten, machten wir uns auf die Suche nach unserem, in der Medina gelegenen, Riad. Durch die schmalen, von blau-weiß bemalten Wände umgebenden Gässchen, war es einfacher als gedacht die richtige Adresse zu finden. Wir sahen anscheinend verlorener aus, als wir es Wirklichkeit waren, denn die Einheimischen boten uns, ohne einen finanziellen Hintergedanken zu haben, ihre Hilfe an und erklärten uns immer wieder, wie selbstverständlich, den richtigen Weg zu unserem Riad.IMG_0966-min

    Auf der Dachterrasse des Riads saugten wir das Panorama von Chaouen, so wie es die Einheimischen nennen, in uns ein. Zu aller erst entschlossen wir uns den idyllischen Bergfluss, welcher wohl ausschlaggebend dafür gewesen sein mag, dass die Mauren sich hier niedergelassen hatten, zu erkunden und hinauf zu wandern. Auch von hier war der Blick über die Stadt bis hin zu den Stadtmauern einzigartig und erinnerte uns stark an eine griechische Kykladeninseln. Die gepflegten Häuser und die ruhigen, entspannten Gässchen vermisst man in manch anderen Städten Marokkos doch schon ein wenig, erst recht wenn man Chefchaouen besucht hat.

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    Es war genügend Zeit um an jedem interessant aussehenden Laden stehen zu bleiben und ohne aufdringliche Verkaufsgespräche führen zu müssen, die Produkte zu bestaunen. Am vorher beschrieben Straßenmarkt kauften wir allerlei Leckereien und Süßigkeiten. Wir stillten unseren ersten Hunger und entschlossen uns die am Berghang liegende Stadtmauer zu erklimmen.

    Wandert man entlang der Stadtmauern führt der Weg am Ende wieder zurück in die Medina. Von hier aus ist es nur noch einen Steinwurf entfernt bis zum alten Marktplatz von Chaouen. Hier hat man die Qual der Wahl. Restaurants für jedermann bieten allerlei Leckereien zu günstigen Preisen an. Wer sich einmal hingesetzt hat, möchte so schnell nicht wieder weg. Den ganzen Abend bis spät in die Nacht kann man hier sitzen bleiben und die Atmosphäre in sich aufnehmen.

    Am nächsten Morgen ersuchten wir den offiziellen Taxistand. Unser Plan war es, für maximal 40 Euro in das 35 km entfernte Akchour zu fahren, doch die Taxifahrer waren so früh am Morgen noch nicht bereit mit ihrem Preis herunter zu gehen. Also frühstückten wir in einer nahegelegenen Cafeteria und versuchten es ein wenig später noch einmal.

    Aus Reiseführern und von Marokkanern konnten wir erfahren, dass eine Fahrt zu den Wadis von Akchour wirklich nicht mehr als 40 € kosten dürfe für beide Wege. Die meisten Taxifahrer winkten aber wieder ab. „Mindestens 50 Euro für beide Wege, was kostet ein Taxi in Deutschland für diese Strecke?“ hörten wir unzählige Mal. Doch wer handelt, der gewinnt.

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    Unsere Hartnäckigkeit machte sich am Schluss doch bezahlt und wir konnten ein Taxi für 40 Euro finden. Die Fahrt dauert circa vierzig Minuten. Angekommen in Akchour vereinbarten wir mit dem höflichen Taxifahrer eine Uhrzeit zu der wir uns wieder treffen würden.

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    Vier Stunden hatten wir Zeit die wunderschöne Landschaft von Akchour zu erleben. Wer eine Badehose einpackt kann den Fluss herauf schwimmen und die fantastische Canyonlandschaft entdecken. Chefchaouen und Akchour kann man aber natürlich auch während eines Trekkings erkunden. Hierzu empfiehlt es sich aber, nicht in den heißesten Monaten (Juli und August) zu reisen.

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    Die einzigartige Landschaft von Akchour überrascht und erstaunt selbst erfahrene Marokkoreisende und ist noch einer, der wenigen Geheimtipps abseits der Touristenpfade rundum Chefchaouen.

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    Besonders die unbeschreiblich grüne und frische Landschaft, die man so in Marokko nicht unbedingt erwartet, hat uns, neben dem Kontakt zu den sehr netten Einheimischen aus Chefchaouen am besten gefallen. Falls Sie das Interesse gepackt hat, finden Sie den Baustein „Medina, Minztee & Meer“ auf unserer Bausteinübersichtsseite. Wir freuen uns auf Ihre Reiseanfrage.

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